Us Weekly Interview, November 2011
„Mariah Carey: Wie ich 15 Kilo abgenommen habe.”
Sie ist einen weiten Weg gekommen! Mariah Carey erzählt Us, wie sie nach der Geburt ihrer Zwillinge ihre Figur zurückerlang hat – in nur drei Monaten. von Ian Drew
„Sehen meine Beine gut aus?” fragte eine strahlende Mariah Carey als sie am 4. November in den Industria Studios in New York für das Us-Shooting posiert. Nicht, dass sie Bestätigung bräuchte. Die frischgebackene Mama präsentiert stolz ihren gestählten Körper und ihren flachen Bauch – sie hat hart gearbeitet und nach der Geburt ihrer Zwillinge Moroccan und Monroe am 30. April mehr als 13 Kilo abgenommen. Ihren Körper wieder zu bekommen, schien für den Star eine Zeit lang, na ja, wie ein süße Fantasie. Nachdem sie endlich schwanger wurde (Carey unterzog sich einer, wie sie selbst sagt, „unerträglich schmerzhaften“ Progesteron-Therapie, ein Hormon, das oft verschrieben wird, um die Fruchtbarkeit zu steigern. Als sie schwanger war, bekam sie das Hormon 10 Wochen ohne Unterbrechung gespritzt, um der Gefahr einer Fehlgeburt vorzubeugen.), wurde bei der Sängerin Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert, sie erlitt einen doppelten Leistenbruch und bekam schließlich Bettruhe verordnet. „Roc“ und „Roe“ kamen dann in der 35. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt auf die Welt. „Ich habe unglaublich viel zugenommen. Ich hatte Angst, ich würde nie wieder laufen können,“ gesteht die Grammy-Gewinnerin. „Nachdem ich zwei je knapp 3 Kilo schwere Babys in mir durch die Gegend getragen hatte, musste ich das erst wieder lernen.“
Und wenn sie das mal nicht hinbekommen hat. Die Hitsängerin tanzte beim Us-Fotoshoot nicht nur zu ihren Liedern „Shake It Off” und „Fly Like a Bird”, sie schlüpfte auch in Shorts der Größe 36. Ihr Geheimnis? Ein Ernährungs- und Fitnessplan von Jenny (ehemals Jenny Craig). Carey begann ihr Programm mit einer 1500-Kalorien-pro-Tag-Diät und 3 Sporteinheiten pro Woche und verlor dadurch pro Woche bis zu ein Kilo. Ihr Fortschritt wurde von Beratern überwacht, das Essen bekam sie nach Hause geliefert, sie wurde wöchentlich gewogen und es gab Gespräche. Einen Monat später wurde der täglich erlaubte Kalorienwert auf 1200 reduziert. Inzwischen ist Carey die Botschafterin für Jenny und erzählt Us alles darüber wie sie ihre Traumfigur zurück erobert hat.
Du siehst großartig aus!
Ich fühle mich toll, aber das war ein langer Weg. Die Schwangerschaft hatte gefühlt eine längere Dauer als tatsächlich. Die Babys bekommen zu dürfen war ein großer Segen aber ich fühlte mich wie eine Gefangene in meinem eigenen Körper, weil ich mich nicht bewegen konnte.
Wieviel hast Du während der Schwangerschaft zugenommen?
Ich habe mich 1998 zum letzten Mal gewogen! Aber ich kann sagen, dass ich eine ganze Menge zugenommen habe.
War es schön alles essen zu können, was Du wolltest?
Ich hatte ehrlich gesagt gar nicht so großen Appetit, weil die Babys so auf meinen Magen gedrückt haben. Aber ich war ganz wild auf Big Gulps [Limogetränk, AL]. Nick war ständig auf Achse, um mir eisgekühlte, klebrig-süße Getränke zu besorgen.
Wie ging es Nick damit, dass Du zugenommen hast?
Er ar die ganze Zeit für mich da. Er ist ein so großzügiger Mensch. Als ich schwanger war und noch schwimmen konnte, hat Nick mir Umstands-Badeanzüge gekauft. Aber als die dann nicht mehr gepasst haben, war es echt der Horror!
Wann war Dir klar, dass Du abnehmen wolltest?
Ich habe ein Bild, das zwei Tage nach der Geburt aufgenommen wurde. Unser Freund, Reverend Al Sharpton, war vorbei gekommen, um die Kinder zu segnen. Ich war so froh, dass es den Kindern gut ging. Aber später sah ich mich auf diesem Bild und dachte: Wer um Himmels Willen ist das? Vor allem, weil ich als das Foto aufgenommen wurde dachte, ich würde gut aussehen.
Wann hat Dein Abnehm-Programm begonnen?
Ich musste nach der Geburt noch über sechs Wochen warten! Am Anfang habe ich gestillt, also musste ich mehr essen, als ich das normalerweise täte. Das war frustrierend.
Erzähl ein bisschen über die Diät. War es am Anfang sehr schwer?
Als ich anfing, war ich sehr streng zu mir selbst. Jenny und die American Heart Association, mit der ich zusammen arbeite, um mehr Bewusstsein für gesundes Leben zu schaffen, halfen mir dabei zu verstehen, dass es beim Abnehmen darum geht, genau das zu essen, was Du essen möchtest, eben nur die richtige Menge. Ich würde nicht sagen, dass es sehr schwer war, aber man braucht Überzeugung und Willen. Unsere Gesellschaft neigt dazu immer weiter zu essen, einfach weil immer Essen da ist. Ich würde liebend gern den ganzen Tag rumsetzen und alles essen, wonach mir gerade ist, aber jetzt muss ich eben genauer darauf achten.
Kannst Du zwischendurch naschen?
Es gibt von Jenny Snacks, auf die man wirklich Lust hat. Popcorn zum Beispiel und Käsekringel. Ich habe gelernt genau so viel zu essen, wie mir gut tut. Wenn man das Popcorn langsam isst, hat man genug für den ganzen Film. Und man isst eben ein Marshmallow-Riegel, nicht fünf. Wenn man auf Diät ist, hebt es die Stimmung, wenn man solche Dinge essen darf. Das ist nichts ätzendes, bei dem man sich denkt: „Bäh, das muss ich jetzt essen.“
Hast Du das Gefühl Dir fehlt etwas?
Nein, das Programm ist wirklich einfach. Man darf auch zwischendurch etwas essen, man soll nicht hungern. Ich mag die Tomaten-Florentine-Süppchen, weil sie kalorienarm sind und wirklich satt machen.
Schummelst Du auch mal und isst etwas, das nicht von Jenny kommt?
Manchmal schummele ich und esse Eis. Ich esse dann einen kleinen Sundae-Becher, aber ich nehme auch Frozen Joghurt als Ersatz. Und ich mache trotzdem Schokosauce drüber, weil ich ja nur eine kleine Portion esse.
Und Du treibst Sport, oder?
Das Sportprogramm gab mir das Gefühl wieder ein Mensch zu sein, Sobald ich konnte, habe ich eine Freundin in Palm Beach, Florida besucht. Ihr Haus ist wie ein Spa und es gibt einen tollen Fitnessraum. Ich arbeite nicht mit Gewichten, weil ich schwere Knochen habe, aber ich mache viele Ausdauerübungen und Wassergymnastik im Pool, bei denen ich Gewichte benutze, um den Widerstand zu erhöhen. Und ich laufe viel. Obwohl mein Gewichtsverlust hauptsächlich der Diät zuzuschreiben ist, werde ich nie mit dem Sport aufhören. Das hilft beim Stressabbau. Ich bin jetzt sehr auf meine Gesundheit bedacht – Körper, Geist und Seele.
Hat das Programm Dir dabei geholfen diese Balance zu finden?
Das Beratungsgespräch war ein bisschen wie eine Therapie. Mir ist Ernährung jetzt sehr wichtig. Die gesundheitlichen Probleme, mit denen ich in den letzten Jahren zu kämpfen hatte, haben mir dabei geholfen zu erkennen, wie vielen Leuten es ähnlich geht und denen fehlt jemand, der sie aufklärt. Anderen diese Aufklärung zu bieten ist jetzt meine große Motivation.
Welchen Teil Deines Körpers magst Du am liebsten?
Meine Beine! Normalerweise war es egal wie viel ich zugenommen hatte, meine Beine blieben die gleichen. Ich konnte mir also meine Beine angucken und denken: Okay, ich bin noch ich. Aber während der Schwangerschaft war es als ob ein Bein so breit war wie sonst beide zusammen. Es ist großartig meine Beine wieder zu sehen und wieder Röcke tragen zu können. Ich mag auch meine Arme. Ich glaube es ist jetzt leichter sie in Form zu bringen, weil meine Schmerzgrenze jetzt höher ist.
Willst Du noch weiter abnehmen?
Viele Leute um mich herum meinen, ich solle aufhören. Sie sagen: Du siehst aus wie im ‚Honey’-Video [1997]. Lass es gut sein, bleib so!“ Aber ich finde, ich sah im ‚Touch My Body’ Clip [2008] am besten aus, das ist also mein Ziel. Ich weiß, ich werde nicht jeden Tag superdünn sein. Aber ich weiß auch, dass ich das wieder schaffen kann, wenn ich will.
Was steht als nächstes an?
Das Studio ruft nach mir! Unsere Kinder sind eine unglaubliche Inspiration. Ich bin ständig dabei Texte und Melodien irgendwohin zu kritzeln. Meine Fans haben keine Ahnung wie dankbar ich Ihnen dafür bin, das alles mit mir durchgestanden zu haben. Ich kann es kaum erwarten Ihnen mit einem neuen Album zu danken. Aber jetzt bin ich gerade einfach nur froh darüber, dass ich mich selbst wieder mag.
Quelle: Us Weekly, Ausgabe 875 (21. November 2011), Übersetzung: Anja Lehmann
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Danke schön für die tolle Übersetzung!!!! Ich wusste garnicht dass die die Schwangerschaftsdiabetes hatte,ist ja echt übel!!!